Aktuelle Mitteilung
Wie geht es 2011 und 2012 weiter an den Börsen?
Die Deka- Bank hat versucht, einen Ausblick auf die Jahre 2011 und 2012 zu wagen:
Die weltwirtschaftliche Erholung geht weiter. Nach Einschätzung der Deka-Bank wird die Weltwirtschaft im Jahr 2011 mit 4,0 % und im Jahr 2012 mit 4,1 % wachsen. Dabei wird die Entwicklung in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich verlaufen. Deutschland wird demnach ebenso zu den Ländern gehören, die besser aus der Krise kommen wie die Länder der Emerging Markets. Vor allem auf dem Arbeitsmarkt sieht die Bank Deutschland in den kommenden beiden Jahren sehr gut dastehen.
Aus der Studie:
»… hinter der glänzenden Fassade der gesamten Weltwirtschaft verbergen sich höchst unterschiedliche Entwicklungen. Es gibt inzwischen Gewinner- und Verliererländer bei der Krisenbewältigung. Wenngleich die Gründe nicht pauschal zu benennen sind, haben tendenziell die Länder mit den hohen Kreditwachstumsraten vor der Krise nun große Schwierigkeiten, etwa die europäischen Peripherieländer, sowie die USA. Andere Länder kommen besser voran, so etwa viele Emerging Markets, aber auch Deutschland.
• Der "Krieg der Währungen" bleibt wohl ein kalter. Keiner der Kontrahenten hat Interesse an Handelsbeschränkungen. Gegenwärtig gibt es auch kaum eklatante Fehlbewertungen bei den Währungen. Eine internationale Koordination, in der den Problemländern schwächere Wechselkurse zugebilligt und die Gewinnerländer tendenziell Aufwertungen akzeptieren würden, wäre sinnvoll. Da eine solche Koordination jedoch unwahrscheinlich ist, bleiben die Länder bei der Krisenbewältigung aber wohl auf heimische Mittel angewiesen.
• Die US-Konjunktur ist gespalten. Während große international tätige Unternehmen bereits wieder Gewinne machen und investieren, ist in der Masse der kleinen und mittleren Unternehmen noch kein Optimismus erkennbar. Die Reparaturen am Häusermarkt, bei den Banken und bei den Haushaltsbilanzen werden noch Jahre dauern. In dieser Zeit bleibt das Wachstum relativ niedrig (2011: 2,7 %, 2012: 3,2 %) und, die Arbeitslosigkeit relativ hoch (2011: 9,5 %, 2012: 8,9 %).
• Deutschland wird weiter solide wachsen. Wir rechnen mit 2,1 % im Jahr 2011 und 1,8 % im Jahr danach. Das Land befindet sich in einer Positivspirale: steigende Knappheit am Arbeitsmarkt lässt die Löhne steigen, dies stärkt zusammen mit niedrigen Zinsen die Binnennachfrage, was wiederum die Nachfrage nach Arbeitskräften erhöht. Für 2012 rechnen wir mit einer Arbeitslosenquote von 6,7 %.
• Wir rechnen erst Mitte 2012 mit den ersten Zinserhöhungen von der EZB und anschließend von der Fed. Das größte Potenzial an unerwünschten Nebenwirkungen der Geldpolitik sehen wir weniger bei kurzfristiger Inflation als vielmehr auf den Kapitalmärkten. Noch sind nur wenige Übertreibungen erkennbar, Gefahren weiterer Volatilität an den Märkten für Vermögensgüter sind jedoch vorhanden.«
Während in der Eurozone und den USA die Krise massive Bremsspuren auf den jeweiligen Arbeitsmärkten hinterlassen hat, ernte Deutschland derzeit die Früchte der früheren Arbeitsmarktreformen ("Agenda 2010") und der schnellen Umsetzung der Kurzarbeiterregelung, heißt es seitens der Deka-Bank weiter. "Die Unternehmen haben nicht, wie in früheren Krisenzeiten, ihr Stammpersonal in die Arbeitslosigkeit entlassen, sondern durch Ausnutzung von tariflichen und gesetzlichen Regelungen (Arbeitszeitkonten, Kurzarbeit) ihre Fachkräfte gehalten und damit für eine gute Ausgangsposition beim Neustart der Konjunktur gesorgt."
Für die kommenden Jahre heißt es in der Arbeitsmarkt-Prognose: "Im Jahr 2012 wird der Abbau an Arbeitslosigkeit wegen der geringeren Wachstumsdynamik in der Gesamtwirtschaft etwas an Schwung verlieren. Mit einer jahresdurchschnittlichen Arbeitslosenquote von 6,7 % und einer Anzahl von registrierten Arbeitslosen, die knapp unter 2,9 Millionen Personen liegt, wird ein neuer gesamtdeutscher Rekord markiert."
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Geschrieben von: Ralph Wegner
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Datum
- Geschrieben am: 22. November 2010
Uhrzeit: 17:19





