Lexikon
Beta
Das Beta ist einer der zentralen Begriffe in der Finanzwelt und spielt bei der Bewertung von Aktien und Portfolios, übrigens auch bei der Bewertung ganzer Unternehmen, eine große Rolle. Es misst das mit einer Investition eingegangene Marktrisiko. Häufig wird auch der Begriff Systematisches Risiko verwendet. Mathematisch betrachtet berechnet sich das Beta eines Portfolios aus den gemittelten Betas aller in ihm enthaltenen Wertpapiere, gewichtet mit ihren jeweiligen Anteilen. Das Beta eines einzelnen Wertpapiers wiederum ist die Kovarianz dieses Wertpapiers mit dem Marktportfolio, dividiert durch die Varianz des Marktportfolios. Das Marktportfolio an sich hat per definitionem ein Beta von 1. So weit so gut, aber was heißt das jetzt genau? Der Betakoeffizient einer Aktie oder eines Portfolios gibt an, wie sensibel die Rendite dieser Anlage auf Veränderungen der Rendite des Marktportfolios/ Index reagiert. Das heißt: Wie viel Prozent Gewinn oder Verlust sind für eine Anlage zu erwarten, wenn sich der Index um 1% nach oben bzw. nach unten bewegt? Dabei induziert ein Beta größer als 1 ein höheres Risiko als es der Gesamtmarkt (bzw. der Index) hat, ein Beta kleiner als 1 dagegen ein geringeres. Der SKAG Euroinvest Aktien zum Beispiel hatte im Februar 2008 ein Beta von 1,07. Für dieses Portfolio bedeutet das konkret, dass die Rendite stärker schwankt als der ihm zugrunde liegende Referenzindex, nämlich um das 1,07-fache. Fällt der Index z.B. um 5%, so sinkt der Wert des Portfolios ebenfalls, und zwar um das 1,07-fache von 5%, also um 5,35%. Umgekehrt ist es aber auch so, dass bei einem Anstieg der Indexrendite um 5% der Gewinn des SKAG Weltinvest Aktien 5,35% beträgt.
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