Lexikon

Geldmenge

Vorrangiges Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) ist die Gewährleistung der Preisstabilität, die definitionsgemäß bei jährlichen Inflationsraten innerhalb der Bandbreite von 0% bis maximal 2% vorliegt. Anhand einer sog. Zwei-Säulen-Strategie versucht die EZB unter Einsatz des geldpolitischen Instrumentariums dieses Endziel zu erreichen. Vor dem Hintergrund, dass Inflation mittelfristig immer ein monetäres Phänomen ist, finden im Rahmen der ersten Säule der EZB-Strategie monetäre Indikatoren – und hierbei insbesondere die Geldmenge M3 – Beachtung. Die Geldmenge M3 ist ein breites Geldmengenaggregat, welches sich aus dem Bargeldumlauf, den Sichteinlagen inländischer Nichtbanken, den Termineinlagen inländischer Nichtbanken mit vereinbarter Laufzeit von bis zu 2 Jahren, den Spareinlagen inländischer Nichtbanken mit vereinbarter Kündigungsfrist bis 3 Monate, den Repogeschäften sowie den Bankschuldverschreibungen, Geldmarktpapieren und Geldmarktfonds inländischer Nichtbanken mit einer Laufzeit von unter 2 Jahren zusammensetzt. Unter Rückgriff auf die sog. Quantitätsgleichung leitet die EZB ein mit dem Ziel der Preisniveaustabilität kompatibles Geldmengenwachstum ab, welches es zu erreichen gilt.

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